
Hören Sie auf, auf den Ofen zu warten – warum Infrarotheizung einfach sinnvoller ist
Falls Sie weiterhin auf die Zirkulation von heißer Luft für die Verarbeitung von Halbleitern angewiesen sind, verbringen Sie im Grunde die Hälfte Ihres Tages mit Warten.
Denken Sie darüber nach, wie bei der Nutzung von Gebläsen gearbeitet wird: Die Luft wird erhitzt, diese wiederum erwärmt den Raum. Erst nach langer Zeit – wenn man Glück hat – wird auch der zu bearbeitende Teil wirklich heiß. Es handelt sich dabei um einen langsamen Prozess. Das ist nicht nur ineffizient, sondern auch eine enorme Zeitverschwendung.
Kurz und bündig:
Infrarotlampen verändern die Situation völlig. Anstelle dessen, den ganzen Raum zu erhitzen, wird das Ziel direkt mit kurzwelliger oder mittelwelliger Strahlung bestrahlt. Das ist wie der Unterschied zwischen dem Heizen eines Raumes mit einem Heizgerät und dem Betreten der Sonne. Man verschwendet keine Energie darauf, Wände oder die Gehäuse der Maschinen zu erhitzen. Es entsteht eine sofortige Wärmeantwort. Die Zeit bis zur Erreichung der gewünschten Temperatur sinkt von Minuten auf Sekunden.
Ordnung auf der Arbeitsfläche schaffen:
Einer der Vorteile ist, dass man viele Überflüssigkeiten loswerden kann. Wenn man auf Infrarotheizung umstellt, müssen die großen Gebläse, die endlosen Leitungen sowie die komplizierten Filteranlagen weggelassen werden. Dadurch wird viel Platz frei.
Aber Achtung: Vergessen Sie nicht, eine effektive Kühlung sicherzustellen. Infrarotstrahlung erzeugt intensive Wärme. Ohne eine gute Kühlung können die Gehäuse der Lampen beschädigt werden. Wenn man außerdem die Umgebungstemperatur ignoriert, können die Bauteile verformt werden – was wiederum zu Problemen führt.
Zusammenfassend:
letztendlich geht es um Zeit. Bei der tiefen Verarbeitung von Halbleitern ist jede Minute, die man damit verbringt, auf die Stabilisierung des Raumes zu warten, Zeitverschwendung. Mit Infrarotheizung kann man gezielt bestimmte Stellen auf der Waferoberfläche erhitzen, ohne den Rest der Anlage zu beeinflussen. Wenn man die Heizezeit um 60 % verkürzt, steigt die Produktionskapazität. Man muss keine weiteren Maschinen kaufen oder die Fabrik erweitern. Es ist einfache Mathematik: Weniger Wartezeit bedeutet mehr fertige Produkte.